Geschichten und Geschichte

Als Sebastian STROH 1832 in St. Paul im Kärntner Lavanttal seine ersten Schnäpse brannte, setzt er den Anfang für eine österreichische Erfolgsgeschichte, die nun schon über 180 Jahre anhält.

Damals - in den Zeiten, in denen die Spirituosenbranche in Kärnten erst im Enstehen begriffen war - leistete der junge Mann mit dem guten Riecher fürs Hochprozentige Pionierarbeit, nicht nur in eigener Sache. Das Familienunternehmen STROH gedieh stetig und bald eilte den Produkten ein hervorragender Ruf voraus. Bei der Weltausstellung in Paris 1900 erhielt STROH die "Große Goldmedaille" und spätestens seit damals war der Siegeszug von STROH auch im Ausland nicht mehr aufzuhalten.

Heute ist STROH nach wie vor die führende hochprozentige Spirituosenmarke aus Österreich, die in rund 40 Ländern auf der ganzen Welt verkauft wird. Könnte Sebastian STROH heute einen Blick ins Internet werfen, er wäre sehr verwundert, wo man ihn und seine Produkte überall kennt und kaufen kann.

Die Geschichte des STROH Inländer Rums reicht zurück in die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Zu dieser Zeit erhielt die Besatzung der k. u. k. Flotte nicht nur aus moralischen, sondern auch aus medizinischen Gründen eine tägliche Ration Rum verabreicht. Erst vor ca. 40 Jahren wurde mit dieser Seefahrertradition (z. B. in der britischen Marine) gebrochen und die tägliche Rum-Ration – wohlgemerkt unter Protest – abgeschafft. Da Zucker in Österreich aus Ermangelung an Zuckerrohr produzierenden Kolonien knapp und teuer war, wurde Rum aus Zuckerrüben gewonnen und, mit Aromen und Farbstoffen versehen, als Inländer Rum auf den Markt gebracht.

Das damalige Surrogat erhielt diesen Namen, um es klar vom importierten Karibik-Rum abzugrenzen. Erste derartige Rezepturen entwickelte ein Apotheker aus Krems an der Donau im 19. Jahrhundert. – Das hochprozentige Business hatte damals stets Querverbindungen zum Medizinbereich. Verkostungseindrücke von den Anfängen beschreiben diese ersten Produkte mit schmeichelnden Adjektiven wie mild, schoko- ladig und tropisch-süßlich-würzig.

Mittlerweile ist per EU-Verordnung gesetzlich festgelegt, dass Inländer Rum zu 100 % in Österreich aus Zuckerrohrmelasse hergestellt werden muss, was ihn zu einer geschützten österreichischen Spezialität macht. STROH Inländer Rum zeichnet sich durch seine fein- duftige, zarte Rum-Note und seinen harmoni- schen, blumigen Geschmack aus. Basierend auf der EU-Verordnung 110/2008 Annex III, ist Inländer Rum heute in der EU eine geografisch geschützte österreichische Spirituose, was ihn in der internationalen Spirituosenwelt einzigartig macht. Auch der STROH Jagertee unterliegt dieser Verordnung.

Die Erzeugung von Edelbränden und Likören war im Österreich des 19. Jahrhunderts ein florieren- des Gewerbe. Sebastian Stroh, ein ausgebildeter Glaser mit steirischen Wurzeln, startete 1832 einen kleinen Betrieb in St. Paul im Kärntner Lavanttal. Seine Witwe Maria Stroh errichtete 1857 eigene Produktionsräume in der Karfreit- straße 18 in Klagenfurt. In der Folge übernahm mit Geschäftstüchtigkeit und durch Heiratspolitik Alois Maurer den Betrieb. Eine Bilanz aus dem Jahr 1911 präsentierte eine vielfältige Produktpalette von Fruchtlikören, Edelbranntweinen und zahlreichen Bitterspezialitäten wie der damals berühmten Karawankenperle, die man auch in einem Reiseflakon mit Zinnschraube und Aluminiumbecher erwerben konnte. 1969 über- nahm Hanno Maurer-Stroh in fünfter Generation das Familienunternehmen und positionierte in den 1970er-Jahren STROH als eine der erfolgreichsten österreichischen Marken auf dem internationalen Spirituosenmarkt.

Aufgrund des großen Anklangs und der stetig steigenden Nachfrage im Ausland wurde die Produktionskapazität laufend vergrößert und das heutige Fabriksgebäude am Stadtrand von Klagenfurt errichtet. Durch den erfolgreichen Export im deutschsprachigen Raum avancierte STROH in den folgenden Jahren zum bekanntes- ten österreichischen Markenartikel in Deutsch- land. Im August 2008 erfolgte ein Management- Buy-out durch den langjährigen Geschäftsführer Harold Burstein. Seither ist STROH wieder zu 100 Prozent in österreichischer Hand.

WAS IST DRAN AM STROH?

Abgefüllt in schlichte, braune Flaschen in Flachmannform, versehen mit den typischen orangen Etiketten mit dem STROH-Namenszug - so kennt man STROH auf allen Kontinenten.

SÜDAFRIKANISCHE STROHMÄNNER

Biker-Clubs, die aus STROH gemeinsame Kraft schöpfen und Anwärter auf eine Club-Mitgliedschaft testen sowie Aufbewahrung in verschließbaren Schränken zusammen mit Edel-Champagner.

DEUTSCHLAND: EFFIZIENT WIE SO OFT – AUCH BEIM STROH-IMPORT

Unsere "liebsten" Nachbarn nehmen als Erinnerung an ihren Österreichurlaub gerne mal eine Flasche STROH mit in die Heimat.

STARKOCH DAVID BOULEY: AUCH AMERIKANER SCHÄTZEN STROH

Der mehrfach ausgezeichnete amerikanische Koch David Bouley verwöhnt seine Gäste mit österreichischen Süßspeisen und STROH als Zutat.

STROH GEGEN EISESKÄLTE IN FINNLAND

Im hohen Norden - in Finnland - wird STROH 80 selten gesehen, da die Alkoholsteuer sehr hoch ist. Trotzdem wollen die Finnen nicht auf ihren STROH verzichten. Besonders zum Eisfischen – einer sehr beliebten Freizeitbeschäftigung – kommt STROH immer wieder zum Einsatz. Wer bei minus 20 Grad Celsius stundenlang auf dem Eis steht, braucht von Zeit zu Zeit einen wärmenden und kräftigen Schluck. Dann kreist das Kultgetränk aus Österreich (wenn auch nur mit 60%) zur Stärkung im Flachmann von Angler zu Angler, um länger in der klirrenden Kälte ausharren zu können.

FLUGVERBOT FÜR HOCHPROZENTIGE SPIRITUOSEN

An Bord von Flugzeugen wird STROH 80 gar nicht gerne gesehen, STROH 60 ist daher die Alternative fürs Handgepäck in den Flughafenshops.

Verantwortungsvoller Genuss ist ein hohes Gut und uns sehr wichtig. Daher erfordert der Besuch der STROH Webseite das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter für den Konsum von Alkohol.